Sonntag, 6. März 2016

Rezension Tom Jacuba - Kalypto - Die Magierin der Tausend Inseln, Band 2

Mit Kalypto - die Magierin der Tausend Inseln, bringt der deutsche Autor Tom Jacuba seinen zweiten Teil der Fantasy Trilogie heraus. Schon das Cover schreit, wie auch Teil 1, ich bin Fantasy und muss gelesen werden. Allerdings sollte man, bevor man zu diesem Buch greift, erst den ersten Teil lesen, denn sonst wird man Schwierigkeiten bekommen. Bei einer Leserunde im Januar bei der Lesejury, die Seite für Leserunden vom Bastei Lübbe Verlag *Klick* durfte ich schon einen Blick in dieses Buch werfen und empfand es wieder als absoluten Lesegenuss!

Autor: Tom Jacuba

Titel: Kalypto - Die Magierin der Tausend Inseln
Genre: Fantasy
Format: Broschiert
Umfang: 608 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungstermin: 14. Januar 2016
Preis: 12,00 €
ISBN-10: 3404208064
ISBN-13: 978-3404208067

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Die Magier aus Kalypto schlafen schon eine ganze Zeit, doch nun sind sie bereit, das kalyptische Reich wieder auferstehen zu lassen. Aus diesem Grund wurden Magier erweckt, die die unterschiedlichen Völker gegeneinander kämpfen lassen, um heraus zu finden, welches Volk stark genug ist, den Magiern als Sklaven zu dienen.

Catolis, die die Macht über die Tarkaner von den tausend Inseln übernommen hat, greift das garonesische Reich an, eine Stadt nach der anderen fällt den Blutsäufern aus Tarkatan in die Hände. Als wäre das nicht schon schlimm genug für Garona, stürzt Lauka ihre Halbschwester Ayrin vom garonesischen Thron. Lauka, die kurz zuvor erfuhr, dass Mauritz, der Hofnarr viel mehr war als das, nämlich ebenfalls ein Magier aus Kalypto und ihr Vater. Während Ayrin, Lasnic und weitere Getreue gemeinsam fliehen, versucht Lauka zuerst noch die Angriffe der Tarkaner zu überstehen. Als dann der Tarbullo Zlatan, der Anführer der so genannten Blutsäufer, sie in sein Verhandlungszelt einlädt, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Auch Lauka muss Hals über Kopf aus Garona fliehen, gleichzeitig auf der Flucht vor Catolis und den Blutsäufern und auf der Suche nach ihrer Halbschwester Ayrin, an der sie noch Rache üben möchte, nehmen ihre magischen Kräfte immer mehr zu.



Eine kurze Zusammenfassung über diesen unglaublich spannenden, atmosphärisch dichten und abwechslungsreichen Roman zu geben, ist schier unmöglich. Jeder einzelne Charakter ist wunderbar durchdacht herausgearbeitet, jeder ist glaubhaft und einmalig in seiner Rolle und sogar in der ihm eigenen Sprache. Man merkt dem Autor einfach an, dass er an seinen eigenen Charakteren hängt und ihnen regelrecht Leben einhaucht. Da wäre Ayrin, Königin aus Garona, die es gewohnt ist, das Frauen die Macht haben, dem gegenüber steht der plumpe, jedoch herzensgute, loyale und tapfere Waldmann Lasnic, dessen Weltbild das genaue Gegenteil ist. Einfach herrlich, wie die Beiden aufeinander prallen und sich anziehen. Zu den Beiden gehören ganz viele, ebenfalls einzigartige Gefolgsleute und auch diese Nebencharaktere sind bis ins kleinste durchdacht.

Aber auch die Gegenspieler sind ausgefeilt und voller Leben, man möchte die Magierin Catolis hassen und doch zeigt sie immer wieder, dass sie vielleicht doch anders sein könnte. Lauka ist ein eiskaltes Biest und doch tatsächlich kann man verstehen, was in ihr vorgeht, zumindest noch am Anfang. Ich kann guten Gewissens behaupten, dass gerade diese vielen aussergewöhnlichen Charaktere dem Roman nicht nur Leben einhauchen, sondern einen ganz eigenen Charme verpassen. Eine wirklich aussergewöhnliche Vielschichtigkeit an Charakteren, die dazu verlocken, immer mehr über sie wissen zu wollen.

Aber nicht nur die Figuren, auch die verschiedenen Landschaften, Völker etc. erhalten ganz viel Leben durch wunderbare bildhafte Beschreibungen und wer glaubt, dass das Langweilig sein könnte, hat sich geschnitten, denn die ganze Geschichte bekommt ein eigenes Leben eingehaucht, Ereignisse kommen Schlag auf Schlag und man inhaliert die Geschichte förmlich. Ich habe jedes einzelne Wort genossen und bedaure regelrecht, dass das Buch "nur" 600 Seiten hat. Der Schreibstil des Autors ist unglaublich, bildhaft, mitreißend und modern. Er entwirft völlig neue Fantasywesen und kommt ganz ohne bekannte Gestalten daher. Dabei ist der Autor sogar so geschickt, dass er sogar seinen Sprachstil der gerade handelnden Personen anpasst, so dass man schon allein an der Sprache merkt, wer da gerade handelt.




Dieser Fantasyroman ist jetzt schon mein Lesehighlight 2016, er läßt ein glaubhaftes, spannendes Kopfkino entstehen und Charaktere, Fantasywesen und Umgebung werden durch Worte zum Leben erweckt. Dieses Buch hat es geschafft, das ich ständig über die Handlungen und die Charaktere nachdenken musste. Wer Teil 1 gelesen hat, muss auch diesen Band lesen und wer nicht, der sollte es dringend nachholen! Vielen Dank für dieses unglaubliche Buch und bitte noch viel viel mehr davon!

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    das Buch ist mir mal beim Stöbern aufgefallen und ich habe den ersten Band auch schon bei einem Cover Monday vorgestellt.
    Leider habe ich die Reihe noch nicht gelesen, aber nachdem ich deine Rezension gelesen habe, sollte ich das wohl dringend mal nachholen :)

    Liebe Grüße
    Victoria

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