Mittwoch, 29. Juni 2016

Konnte mich nicht überzeugen [Rezension] Maestra - L. S. Hilton

Ich hatte mir einen spannende Thriller erhofft, aber ich wurde mit diesem Buch leider gar nicht warm! Sehr schade, denn der Text klang äußerst vielversprechend.

Infos zum Buch:

Autor: L.S. Hilton
Titel: Maestra
Genre: Roman
Format: Paperback
Umfang: 384 Seiten
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungstermin: 02. Mai 2016
Preis Buch: 14,99 €
Preis ebook: 12,99 €
ISBN-10: 349206051X
ISBN-13: 978-3492060516

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*Piper Verlag*






Judith Rashleigh arbeitet in einem renommierten Londoner Auktionshaus und versucht die Karriereleiter hinaufzuklettern. Rupert, ihr Vorgesetzer, bremst sie allerdings immer wieder aus und so geht es Judith nicht schnell genug mit dem Aufstieg, denn das Leben in London ist teuer, vor allem, wenn man wie sie auf Luxusartikel steht. Deshalb nimmt sie auch sehr begeistert den Job in einer Champagner Bar an, den sie durch ihre Freundin Leanne vermittelt bekommt. Sie wird von den reichen, zum großen Teil älteren Männern begehrt und ihr Verdienst steigt enorm. Doch als sie eines Tages mitbekommt, dass ein angebliches Meisterwerk bei dem es sich um eine Fälschung handelt, zur Versteigerung kommen soll und dieses dann auch Rupert gegenüber erwähnt, wird sie kurzerhand von ihm entlassen. Nun ist sie auf ihren Barjob angewiesen, denn sie befürchtet, dass sie dank ihres Ex-Chefs in keinem anderen Auktionshaus einen Job bekommen wird. Gleichzeitig möchte sie den Betrug aufklären und begibt sich auf eine abenteuerliche  Reise.

Ich lese grundsätzlich keine Rezensionen, bevor ich ein Buch lese, damit ich in meiner Meinung nicht beeinflusst werde, aber bei diesem hätte es mich wohl vor einem Fehlgriff bewahrt. Die Geschichte klang so spannend, dass ich diesen als Thriller angepriesenen Roman unbedingt lesen wollte. Doch schon auf den ersten Seiten fiel es mir unglaublich schwer, bei der Sache zu bleiben und ich hatte den Eindruck, dass auch die Autorin nicht so richtig wusste, was sie da eigentlich schrieb, bzw. wohin sie ihre Leser führen wollte, denn irgendwie kam mir alles recht zusammenhanglos vor. Der Schreibstil an für sich könnte durchaus mitreißen, Sprache und Ausdruck sind klar und verständlich, aber mir fehlte hier gänzlich die Spannung. Einen roten Faden, der mich durch die Geschichte führt, konnte ich einfach nicht finden, stattdessen gab es Wendungen, die mich eher verwirrten und die ich irrelevant fand. Von einer durchgehenden Entwicklung, egal in welcher Hinsicht, kann hier leider nicht die Rede sein. Dachte ich zu Anfang noch, dass es hier um einen Kunstraub/-betrug geht und um die Aufklärung dieses Falles, wurde ich eines besseren belehrt, denn es gab langweilige Beschreibungen über Shoppingtouren in Designerboutiquen und Markennamen von eben diesen Edelklamotten, die mich aber wenig bis gar nicht interessierten und mit dem Fall überhaupt nichts zu tun hatten. Wäre dieses nur einmal der Fall gewesen, dann hätte mich das nicht gestört, doch leider nahm das überhand und brachte mich dazu, dass ich das ganze noch etwas ermüdender fand, als ich es eh schon tat. Genauso wie die doch immer häufigeren Sexszenen, die ich leider auch eher abstoßend und äußerst vulgär empfand. Ich mag Erotikromane so schon nicht besonders gerne, dementsprechend hätte ich es  wirklich gut gefunden, hätte es irgendwo einen Hinweis dazu gegeben. Auch diese Szenen nahmen nachher einfach zu viel Geschehen ein und ich konnte diese Stellen nur noch überfliegen.
Dann ist da noch die Protagonistin Judith, mit der ich zu keiner Zeit richtig warm wurde. Kam sie mir zumindest am Anfang noch klug und an ihrer eigenen Karriere interessiert vor, wurde sie mir im Laufe des Buches immer unsympathischer. Sie wird beschrieben als eine Frau, die sich nimmt, was sie will und das ohne Rücksicht auf Verluste und genau das macht sie auch. Dabei ist sie aber wirklich so extrem auf sich bedacht, dass sie mich keineswegs beeindrucken konnte, stattdessen hat sie mich genervt und ich konnte sie kein bisschen ausstehen. Ich konnte mich zu keiner Zeit in sie hinein versetzen und war nachher durchweg von ihr genervt, teilweise angewidert. Ihre Handlungen konnte ich, zum Glück, nicht nachvollziehen und irgendwie wirkte die ganze Handlung nicht glaubwürdig. Nebencharaktere, wenn sie denn neben Judith Bestand hatten, blieben durchweg blass und wenig Eindruck hinterlassend.
 

Ein Buch mit dem ich wenig warm wurde, bei dem mir die Spannung fehlte und ich keinerlei Sympathien für die Protagonistin empfand. Mir fehlte Logik und Spannung sowie der rote Faden, der mich weiter durch diese Geschichte gezogen hätte, stattdessen war ich tatsächlich froh, als ich die letzte Seite zugeschlagen hatte. Tatsächlich muss ich aber der Autorin eines zugestehen, denn sie kann definitiv schreiben, bzw. mit Worten umgehen. Ich gebe hier zwei von fünf Sternen, empfehlen möchte ich es nicht, aber ich denke, dass es garantiert Leute gibt, die davon begeistert sein könnten.

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