Mittwoch, 29. Juni 2016

Spannend und fesselnd [Rezension] Die Pforte der Schatten von Harry Connolly

Ein tollter Fantasyroman, der mich an seine Seiten fesseln konnte und mich in fremde Welten eintauchen ließ.

Die Pforte der SchattenInfos zum Buch:

Autor: Harry Connolly
Titel: Die Pforte der Schatten (1. Teil einer Trilogie)
Genre: Fantasy
Format: Paperback
Umfang: 608 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erscheinungstermin: 16. Mai 2016
Preis Buch: 14,99 €
Preis ebook: 12,99 €
ISBN-10: 3734160871
ISBN-13: 978-3734160875

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*Verlagsgruppe Randomhouse*






Alle Jahre wieder öffnen sich die Pforten im Reiche Kal-Maddun im Lande Paradain, dann werden Gäste aus den angrenzenden Reichen geladen. Dabei findet ein ungewöhnlicher Tausch statt, denn die Gäste bringen Geschenke in Form von Magie mit, mit diesen Geschenken gelingt es den Gelehrten des Landes Dinge zu erschaffen. Doch dieses Mal ist alles anders, denn es kommen Monster anstelle des Abendvolkes durch das Tor. Diese Monster töten alles und jeden und weder König noch Königin noch sonstige Würdenträger des Landes überleben. Doch dem Prinzen Lar gelingt die Flucht, gemeinsam mit einigen Getreuen versucht er, ein Mittel zu finden, um gegen die Monster bestehen zu können. Doch diese Monster agieren äußerst clever und geschickt und scheinen trotz des grausigen Äußeren über Mittel und Wege zu verfügen, die sie miteinander kommunzieren lassen. Wird es Lar und seinen Gefährten gelingen, diesem Schrecken ein Ende zu setzen? Eine abenteuerliche Reise beginnt.


Ich liebe Fantasy und hier zog mich sowohl das schöne, geheimnisvolle Cover als auch der spannende Klappentext an. Ich wurde auch nicht enttäuscht, denn die Geschichte entwickelte einen immer stärkeren Sog, so dass ich zeitweise komplett in der Welt von Peredain abtauchte und nichts mehr von meiner Umwelt mitbekam. Allerdings hat es ein wenig gedauert, bis ich richtig in der Geschichte drin war, da es einfach zu Beginn noch schwierig war, Titel oder die unterschiedlichen Namen der einzelnen Völker Kal Madduns zuzuordnen. Aber so geht es mir doch recht häufig bei Fantasybüchern, da hier ja doch immer fremde Welten geschaffen werden und ich mich da einfach einleben muss, deshalb werte ich das auch nicht negativ. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht verständlich, dabei schafft er es sehr gut, Bilder der Personen und der Gegenden zu erschaffen, so dass man sich in der fremden Welt gut zurecht findet. Dabei verliert er sich nicht in unnötigen Details und läßt dem Leser genug eigenen Spielraum sich seine Fantasywelt in Gedanken zu formen. Die einzige Beschreibung, die mich dann doch deutlich schmunzeln ließ, war die der Monster, die für mich jetzt leider nicht allzu gruselig wirkten, zumindest rein optisch nicht. Aufrecht gehend, mit lila Fell und spitzen Zähnen... Ich hatte immer James P. Sullivan von der Monster AG vor Augen. Gut, das war aber auch nur auf die Beschreibung bezogen, denn die Taten sind durchaus grausam. Dementsprechend spannend ist aber dann auch die Geschichte und die Abenteuer der Charaktere sind unglaublich fesselnd. Das Geheimnis der lila Monster war recht leicht durchschaubar, aber man bekam auch schnell die Lösung durch den Autor, so das hier der Fokus eher auf das Überleben der Gefährten gelegt wurde.
Die Handlung bleibt spannend und trotz vieler Kämpfe wird dieses nicht ermüdend oder langweilig, da es nicht endlose Beschreibungen gibt. Stattdessen bleibt es durchweg spannend und es gelingt dem Autor immer wieder an der Spannungsschraube zu ziehen. Das ganze liegt auch viel an der Erzählperspektive, denn die Geschichte wird zwar in der dritten Person erzählt, aber immer wieder in abwechselnden Perspektiven mal aus der Sicht von Tejohn, Lars Lehrmeister und dann wieder aus der Sicht von Cazia. So dass es nach jedem Kapitel einen kleineren Cliffhanger gibt und man unbedingt weiter lesen möchte.
Die Charaktere waren vielschichtig und zahlreich, so dass es ein wenig gedauert hat, bis ich sie alle auseinander halten konnte. Lar, als Kronprinz und späterer König war zu Beginn noch eher naiv, er wird auch der lachende Prinz genannt und er wirkt gerade zu Beginn noch sehr unreif. Doch als es darum geht, Verantwortung zu übernehmen, macht er das ohne irgendetwas heraus zu zögern oder in Frage zu stellen. Er hat sich in kürzester Zeit deutlich entwickelt und war für mich einer der Sympathieträger. So auch sein Lehrmeister Tyr Tejohn, der hier auch eine recht typische Lehrmeisterrolle trägt, aber immer verantwortungsbewusst und seinem König treu auftritt. Dann ist da noch Cazia, die für mich hier die deutlichste Entwicklung vollzieht und mir auch richtig gut gefallen hat. Sie ist für mich eine sehr vielseitige Persönlichkeit und ich bin sehr gespannt, wie es hier weitergeht.


Ein Buch, das zu fesseln weiß und eine spannende Geschichte erzählt. Mit Magie und grausamen Monstern sowie zahlreichen Kämpfen sorgt es für viel Abwechslung und zog mich so tief in seinen Bann, dass ich zeitweise mein Umfeld völlig verdrängt hatte. Die Charaktere sind lebendig, glaubhaft und vielschichtig und sorgten dafür, dass ich mich mit ihnen verbunden fühlte. Ich habe mit ihnen gezittert, gebangt und gehofft und habe sie auf ihren Abenteuern begleitet. Da es sich hier um den ersten Teil einer Trilogie handelt, bin ich jetzt schon gespannt, wie es mit der Geschichte weitergeht. Von mir gibt es fünf von fünf Sternen und für alle Liebhaber der High Fantasy eine Leseempfehlung.

Kommentare:

  1. Huhu Silke,

    von diesem Buch habe ich bislang noch gar nichts gehört. Deine Inhaltsangabe klingt aber schon sehr spannend. Auch deine Worte zum Buch sprechen mich sehr an. Bei der Beschreibung der Monster mit lila Fell und spitzen Zähnen würde ich mich nicht gruseln. Das läd eher zum spontanen knuddeln ein, wenn man das so liest ;o)

    Sehr schöne Buchvorstellung.

    Ganz liebe Grüße Tanja :o)

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    1. Huhu Tanja,

      ich bin auch nur durch Zufall auf dieses Buch gestossen, als durch die Verlagsvorschau gestöbert habe. Aber ich fand es richtig gut und super spannend.

      Ja, die Monster hätten für mich auch wesentlich gruseliger aussehen müssen. Dafür das ihre Handlungen so blutrünstig waren, war das beim Kopfkino immer äußerst schwierig, denn ich hatte ja immer die Monster AG vor Augen und konnte das auch nicht einstellen. ^^

      Liebe Grüße
      Silke

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