Donnerstag, 8. Dezember 2016

Fantasy aus und im Ruhrpott [Rezension] Dunkellicht von Martin Ulmer

Der Beginn einer Fantasy Trilogie, die sehr actiongeladen ist.

Infos zum Buch:

Autor: Martin Ulmer
Titel: Dunkellicht
Format: Taschenbuch
Genre: Dark Fantasy
Umfang: 432 Seiten
Verlag: Papierverzierer Verlag
Erscheinungstermin: 06. Juni 2014
Preis Buch: 14,95 €
Preis ebook: 2,99 €
ISBN-10: 3944544617
ISBN-13: 3944544617

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*Papierverzierer Verlag*


Schon seit sie zurückdenken können, waren der Orden des Lichts und der Orden der Dunkelheit miteinander verfeindet. Doch nun stehen Johannes, ein Krieger des Ordens des Lichtes und Antoine, ein Gelehrter des Ordens der Dunkelheit, sich plötzlich einem neuen Feind gegenüber. Plötzlich müssen die Todfeinde zusammenhalten, denn ihre Orden sind bereits zu einem großen Teil ausgelöscht worden und da ist auch noch eine Gemeinschaft von Söldner, die sich das Büro 13 nennen und auch diese verfolgen den Krieger und den Gelehrten. Doch was genau wollen diese Personen von ihnen? Sollten nämlich auch die letzten Vertreter des Lichtes und des Schattens sterben, könnte das den Untergang der Welt, wie wir sie kennen, bedeuten. Gemeinsam mit dem Magiker Martus und der jungen Frau Ella beginnen die beiden Ordensmänner eine Reise auf der Suche nach dem Buch das Schein und Schatten wirft, denn hier sollen sie angeblich Hilfe finden.


Fantasy aus Deutschland und dann auch noch in Deutschland, das klingt mal nach etwas Neuem und Aussergewöhnlichem. Ich finde es auf jeden Fall sehr interessant, dass der Autor sich mit seiner Dark Fantasy Geschichte in heimatliche Gefilde wagt und nicht, wie so viele andere, in die USA geht. Die Geschichte beginnt dann auch gleich ohne große Erläuterungen mitten im Geschehen und ich wurde gleich mit den Gegebenheiten und auch einer Menge Personen konfrontiert. Ich habe hier ein wenig Zeit benötigt, um mich zurecht zu finden und auch um zu wissen, worum es denn hier eigentlich geht. Doch dank eines sehr flüssigen Schreibstils und moderner Sprache fiel es dann leicht, am Ball zu bleiben und weiterzulesen. Mit schnellen Kapitelwechseln, die auch gleichzeitig Wechsel in der Perspektive bieten, hält der Autor von Beginn an ein recht hohes Tempo, auch der Rest der Geschichte ist sehr actiongeladen und spannend und auch bei Brutalitäten wird kein Blatt vor den Mund genommen. Also nicht unbedingt etwas für schwache Nerven, aber ganz bestimmt etwas für Actionfans. Aber nicht nur die vielen und schnellen Wechsel in der Perspektive sorgten für Spannung und Tempo, denn es gab auch so einiges, was ich nicht mal ansatzweise vorausahnen konnte und immer wieder für Überraschungen sorgte. Also gibt es noch ordentlich Wendungen die die Spannung hoch halten, aber ich musste dabei auch sehr gut aufpassen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Also auf keinen Fall eine Geschichte für nebenbei oder zwischendurch, denn hier gibt es viele lose Fäden, die so nach und nach aufeinander zu fließen und erst im Großen und Ganzen den Aha-Effekt und somit eine Auflösung bieten. Da es aber auch der erste Teil einer Trilogie ist, bleiben auch zum Ende hin mehr als genug Fragen offen.
Erzählt wird das Ganze durch einen Erzähler in der dritten Person, der einem das Gefühl gibt, einen Actionfilm zu schauen. So sah ich die Kämpfe vor mir, konnte den Rätseln beiwohnen und mich so nach und nach an die unterschiedlichen Charaktere gewöhnen. Kamen mir diese zu Beginn noch sehr zahlreich vor, kristallisierten sich dann doch eine handvoll Hauptcharaktere heraus. Interessant fand ich hier, das mal aus dem Licht der Krieger kam und aus der Dunkelheit der Gelehrte, denn hier würde ja eigentlich die Vermutung andersherum liegen. Die Charaktere waren jeder für sich recht glaubwürdig dargestellt, wenn sie jetzt auch nicht unbedingt vor Tiefgang trieften, was ich in einem solchen Genre aber auch nicht vermute. Dafür waren sie umso facettenreicher und boten jeder für sich genügend Abwechslung. Die größte Entwicklung machte für mich der Krieger Johannes Sturm durch, der interessanteste Charakter war Dorn. Alles in allem auf jeden Fall gelungen.


Ein gelungener Trilogie Auftakt mit abwechslungsreichen Charakteren, viel Tempo und Spannung. Der Einstieg fiel mir auf Grund der Vielzahl an Ereignissen und Charakteren nicht ganz leicht, aber am Ball bleiben lohnt. Nichts für schwache Nerven, aber für Liebhber der Dark Fantasy!


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