Montag, 2. Januar 2017

Schockierend und abstoßend, aber spannend [Rezension] Eric von Marco Monetha

Der Autor nimmt hier kein Blatt vor den Mund - wirklich beängstigend!

Infos zum Buch:

Autor: Marco Monetha
Titel: Eric Format: Taschenbuch
Genre: Thriller
Umfang: 243 Seiten
Verlag: Schardt Verlag
Erscheinungstermin: 15. Juni 2016
Preis Buch: 12,80 €
Preis ebook: 4,99 €
ISBN-10: 3898418936
ISBN-13: 978-3898418935

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*Schardt Verlag*




Als Eric Harmann seine Mutter ermordet in ihrem eigenen Schlafzimmer auffindet, ist er nicht nur geschockt, nein, er hat so eine Ahnung, wer der Täter sein könnte. Der Mord war nicht einfach nur grausam, sondern regelrecht bestialisch und seine Mutter wurde präsentiert, wie ein Opfer in einem Gemälde. Eric ahnt, dass sein Freund Buck, der Förster, hier seine Hände im Spiel haben könnte. Denn Buck ist nicht nur der Förster, der jagt auf den Tierbestand im heimischen Forst macht. Auch Eric ist nicht so harmlos, wie er auf den ersten Blick scheint. Nachdem Eric Buch konfrontiert, geraten sie sich kurz in die Wolle, doch schon nach kürzester Zeit müssen sie feststellen, dass sie hier nicht die Einzigen sind, die ihre Hände im Spiel haben. Wer weiß über sie Bescheid? Wer ist der Unbekannte, der ihnen hier eine regelrechte Falle stellt?





Puh, ja, ich muss zugeben, dass ich nach diesem Buch erst einmal eine kurze Lesepause eingelegt habe, denn hiernach war mir nicht sofort nach einem anderen Buch zumute. Aber beginne ich einfach mal von vorne: der Schreibstil des Autors läßt sich sehr flüssig lesen, wenn ich auch auf den ersten Seiten ein wenig Eingewöhung in den Stil benötigte. Trotzdem ist die Sprache flüssig und schnörkellos, bis sogar sehr detailreich.
Dadurch, dass die Geschichte umgehend beginnt, wird man als Leser auch sofort ins Geschehen geworfen. Die Spannung ist somit von Beginn an gegeben, kann sich aber auch immer wieder steigern. Hier gibt es auch so einige Wendungen, die alles andere als vorhersehbar sind und auch diese sorgen dafür, dass das Tempo oben bleibt. Allerdings geizt der Autor nicht mit Details und so bekommt man hier knallharte Bilder geliefert, sei es bei einem Mord oder eines der anderen, doch sehr harten Themen. Ich bin definitiv kein pingeliger Leser, aber ich glaube, dieses Buch braucht auch starke Nerven. Hier sind nicht nur Morde beschrieben, sondern es geht hier auch um Kindesmissbrauch und den daraus resultierenden Folgen und Monetha ist auch da eher schonungslos. Dementsprechend ist das Buch in jeder Hinsicht erschreckend, da es schon recht glaubhaft wirkt. 
Erzählt wird die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen, wir erfahren hier Details aus Erics Jugend und Kindheit, aber auch Ereignisse aus der Gegenwart. Dabei wechselt nicht nur die Zeitebene, sondern auch die Erzählperspektive. Mal erzählt Eric in der Ich-Form und das in der Gegenwart, mal erfahren wir mehr durch einen Erzähler in der dritten Person und das aus der Vergangenheit. So bekommt man nicht nur Einblicke in Erics Gedanken, sondern sieht auch anderen Charakteren bei deren Handlungen zu. Dadurch bekam ich aber auch einen Einblick in die Psyche sowohl von Eric als auch Buck, die Beide keine wirklich rosige Kindheit genossen haben. Die daraus resultierenden Entwicklungen waren dann auch nicht unbedingt überraschend.
Eric, der Protagonist, machte mir schon irgendwo Angst, wenn ich merkte, wie kalt und durchdacht er denken und handeln kann. Dabei muss ich aber zugeben, dass ich durchaus mit ihm mitgefiebert habe, wenn man ihm selbst ans Leder wollte. Buck hingegen machte mir nicht nur irgendwie Angst, sondern genau so stelle ich mir den Psycho von nebenan vor. Er scheint nämlich auf den ersten Blick zwar etwas verschroben, bekommt man dann aber seine Taten mit, läuft es einem kalt den Rücken hinab. Die restlichen Charaktere bleiben hier recht nebensächlich und eher blass, auch wenn man hier und da aus deren Perspektiven Erlebnisse mitbekommt.




Dieses Buch ist wie der Unfall auf der Autobahn, man möchte nicht hinsehen, kann aber doch den Blick nicht abwenden. Man liest und fiebert mit und bemerkt erst dann, mit wem man da eigentlich mitfiebert. Marco Monetha spielt hier mit ganz vielen Ängsten und zeigt, dass die Psyche auf verschiedenste Weisen beeinflusst werden kann. Ich bin eine Mischung aus angewidert und fasziniert und bin durchaus gespannt, auf welche Ideen der Autor noch so kommen wird. Wer harte und schonungslose Thriller liebt, sollte bei Eric zugreifen.



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