Samstag, 15. April 2017

Fools Gold, Cowboys und eine Frau aus der Stadt [Rezension] Ein Cowboy küsst selten allein

Lange ist es her, dass ich meinen letzten Susan Mallery Roman gelesen habe, aber irgendwie hatte ich nochmal so richtig Lust dazu.

Infos zum Buch:

AutorIn: Susan Mallery
Titel: Ein Cowboy küsst selten allein

Originaltitel: Kiss Me (Fools Gold Vol. 23)
ÜbersetzerIn: Ivonne Senn
Format: Taschenbuch
Genre: Liebesroman
Umfang: 352 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Erscheinungstermin: 06. März 2017
Preis Buch: 9,99 €
Preis ebook: 9,99 €
ISBN-10: 3956496434
ISBN-13: 978-3956496431

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Phoebe ist Maklerin und das mitten in Beverly Hills, doch oftmals hat sie ein zu großes Herz und aus diesem Grund hat sie sich auch Ärger eingehandelt und wurde nun für einem Monat von ihrer Arbeit suspendiert. Da kommt es wie gerufen, dass der Stiefbruder ihrer besten Freundin Maya auf seiner Ranch etwas ausserhalb von Fools Gold Hilfe gebrauchen könnte. Zane, so heißt Mayas Bruder, hat Dank seines kleinen Bruders Chase eine Horde Städter am Hals, denn Chase hat ihnen, um an seinem eigenen Projekt arbeiten zu können, einen Viehtrieb für eine Woche verkauft. Nur leider ist da alles aus dem Ruder gelaufen und auf gar keinen Fall so, wie Chase gehofft hatte und nun muss er die Suppe, die er allen auf der Ranch eingebrockt hat, wieder auslöffeln. Phoebe begleitet die Brüder und ihre Urlaubsgäste beim Viehtrieb und der harte und raue Cowboy scheint nicht immer so rau zu sein.


Ich  habe eine ganze Zeit lang Susan Mallerys Bücher verschlungen, denn sie sind durchweg sehr kurzweilig und einfach gut und nett geschrieben. Auch der mittlerweile 23. Teil der Reihe rund um den hübschen Ort Fools Gold war wieder genau so ein Buch: flüssig geschrieben, leicht und humorvoll und sogar mit einer tiefsinnigeren Nebengeschichte. Jetzt muss ich auch sagen, dass ich nach ca. dem achten Band der Fools Gold Reihe keines der Bücher mehr gelesen habe und somit auch gar nicht großartig mit den Vorgängern der Reihe vergleichen kann und möchte. Dieses Buch kann durchaus auch gelesen werden, wenn man keinerlei Vorkenntnisse von den Begebenheiten des idyllischen Ortes hat. Der Stil ist auf jeden Fall ein unverwechselbarer Stil der Autorin und dieses Buch ist einfach eine gute Geschichte für zwischendurch zum Abschalten und Entspannen, ohne Nachdenken zu müssen, die aber auch nicht stumpfsinnig und flach wirkt.
Nun kann man zwar sagen, dass die Geschichte, was den Bereich der Liebesgeschichte angeht, sehr vorhersehbar ist, doch das finde ich weniger schlimm, denn genau aus diesem Grunde lese ich solche Romane zwischendurch. Ausserdem schafft es Susan Mallery immer wieder, rund um die Liebesgeschichte einen ganz eigenen Handlungsverlauf für ihre Romane zu schaffen.
Mit Fools Gold hat sie einen immer wiederkehrenden Ort erschaffen, an dem man sich als Leser einfach wohl fühlt und der so lebendig wirkt, als würde es diesen Ort und seine Bewohner tatsächlich irgendwo geben. Der Ort hat einen absoluten Charme und strahlt diesen auch immer wieder aufs Neue aus.
Die Geschichte wird wieder aus mehreren Perspektiven durch einen Erzähler geschildert. Zum einen lernen wir die Protagonistin Phoebe kennen und erleben die Ereignisse aus ihrer Sicht, zum anderen dürfen wir den Rancher Zane kennenlernen, den männlichen Gegenpart. Dank des Erzählers wissen wir als Leser dann auch wieder etwas mehr über das Innenleben der beiden Protagonisten und man wartet förmlich darauf, dass sich mehr entwickelt.
Phoebe ist eine sehr sympathische Protagonistin, die ich sehr schnell gern gewonnen habe. Sie hatte es nicht sehr leicht und ist trotzdem immer offen für andere Menschen und deren Sorgen und Probleme. Zane macht gerade zu Beginn den Eindruck eines eher strengen und büffeligen Mannes, der durchaus seine äußeren Reize hat, aber einfach zu eigenbrötlerisch scheint und auch mit der Damenwelt nicht allzu viel am Hut hat, vor allem nach seiner Scheidung.
Neben den beiden Protagonisten gibt es eine Menge Nebencharaktere, aus denen vor allem die Waisenkinder und Geschwister Lucy und Tommy herausstechen und der ganzen Geschichte dann auch den nötigen Tiefgang geben. Aber auch sonst strahlen die Charaktere Glaubwürdigkeit und Lebendigkeit aus und man sieht sie vor sich. Zum Beispiel brachten mich die beiden älteren Damen aus dem Ort mehr als einmal zum Schmunzeln.


Ein gelungener Roman der Autorin, die mich mit ihrem humorvollen und flüssigen Schreibstil mal wieder an ihr Buch fesseln konnte, dass ich an einem Nachmittag gelesen habe. Ein gelungenes Setting, lebendige Charaktere und eine nette Liebesgeschichte runden das Gesamtbild ab und lassen den Leser für kurze Zeit zum Cowboy werden. Wer gute Unterhaltung für zwischendurch sucht, ist hier genau richtig.

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